Die Tempel von Angkor

Ich weiß noch, wie ich in Kuala Lumpur zusammen mit Gan im Wohnzimmer gesessen und ganz spontan den Entschluss gefasst habe, zehn Tage später nach Siem Reap zu fliegen um mir Angkor Wat anzugucken. Ich liebe diese Freiheit, die ich hier auf meiner Reise habe. Kambodscha stand nie auf meinem Plan. Aber dass Pläne für die Katz sind weiß ich ja eigentlich schon was länger… Dank geht an dieser Stelle auch an meine liebe Patentante, die mir nochmal ordentlich ins Gewissen geredet hat – von wegen: Wenn du schon in der Nähe bist, solltest Du das unbedingt machen! Tja, und jetzt bin ich hier, hab die ersten zwei Tempeltage hinter mir und freue mich wie Bolle, das hier alles zu erleben! Zwei Wochen bevor es wieder in die Heimat geht…

Eine Foto-Lovestory

Ende des 16. Jahrhunderts soll der portugiesische Kapuzinermönch Antonio da Magdalena die Tempelanlagen „als so außergewöhnlich“ bezeichnet haben, „dass man es weder mit einem Stift beschreiben, noch mit einem anderen Monument in der Welt vergleichen kann.“ Von daher versuche ich mich jetzt auch gar nicht in aufgeblasenen, poetischen Ausführungen, sondern zeige einfach eine kleine Auswahl an Bildern. Auch wenn diese der überwältigenden Realität vor Ort natürlich genau so wenig gerecht werden wie Worte…

Wer schön seh’n will muss leiden

Das mag jetzt vielleicht alles ganz nett aussehen, aber ich muss hier auch darauf hinweisen, dass es ein verdammt hartes Stück Arbeit ist, sich diese Anlagen anzusehen;-) Zum einen ist derzeit immer noch Songkran, was auch von den Khmern gefeiert wird – und zwar nicht zu knapp. Heißt, die Leute haben frei und bevölkern die Tempel in den letzten paar Tagen zu Hundertausenden. Der Verkehr um die Tempel herum ist fast so unbeschreiblich wie die Tempel selbst. Es geht ums blanke Überleben. Survival of the fittest. Und das bezieht sich sowohl auf die eigene Fahrweise als auch auf die unbarmherzige Sonne, die einem auf den Kopf scheint. Wir haben hier Temperaturen von bis zu 38°C im Schatten, aber von diesem Schatten leider nicht genug! Wer da nicht mindesten einen Liter pro Stunde trinkt, kippt aus dem Tuktuk oder purzelt vom Tempel.

Entsprechend gönne ich mir heute einen tempelfreien Tag und will morgen in alter Frische dann noch ein letztes Mal hin. Dieser Artikel wird später entweder nochmal erweitert oder es gibt einen neuen. Mal schauen…

Schöne Grüße aus Siem Reap!
Matthias

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