On the Road – Northern Thailand

Nach einem kurzen Zwischenstopp am „Weißen Tempel“ war das nächste Ziel Mae Salong: Laut Reiseführer ein kleines chinesische Dorf mit entsprechender Architektur und Ambiente. Fehlanzeige – Außer unserem chinesischen Guesthouse mit entsprechendem Essen ähnelt dieses Dorf jedem anderen thailändischen Dorf. Einziges Highlight der Sonnenaufgang auf der 1400 m hohen Bergspitze. Diesen Tipp gab mir Sofia, eine argentinische Backpackerin, die schon eine Woche in diesem verschlafen Nest und Umgebung unterwegs ist. Sportlich wie wir zwei (Flo und ich) Romantiker sind, schreckte uns dann auch der Wecker um 4:30 Uhr nicht mehr davon ab die Bergspitze zu erklimmen. Eine Stunde den steilen Berg hinauf. Auf dem Weg dorthin bemerkte ich doch meinen Zigarettenkonsum der letzten Tage/Wochen. Mit ein zwei Zwischenstopps schaffte ich doch noch den Aufstieg. Meine Anstrengung hat sich gelohnt. Ein beeindruckendes, traumhaftschönes Naturspektakel spielt sich über den nebelbedeckten Bergtälern, in östlicher Richtung ab. Die frische Nacht wurde durch die ersten, wärmenden Lichtstrahlen beendet. Hähne krähten und so langsam erwachte der Marktplatz am Fuße des Berges. Schließlich fand ich doch Gefallen an Mae Salong.

Sofias nächstes Reiseziel war Laos. So nahmen wir sie mit um gemeinsam Laos unsicher zu machen. Leider endete unser Ausflug so unspektakulär wie er begonnen hat. Mit unserem Leihwagen durften wir nicht über die Grenze. Nach einem herzlichen Abschied von Sofia steuerte Flo und ich Phu Chi Fa an.

Phu Chi Fa ist genaugenommen die Bezeichnung des Naturparks und seinen wohl atemberaubenden Aussichtspunkt. Doch der Weg dorthin war ebenso Eindrucksvoll. Überraschenderweise war die Straße auf den meisten Abschnitten in einem sehr guten Zustand. Alles neu. Nur vereinzelten Abschnitte, die vom vorherigen Regen weggeschwemmt wurden sind oder einfach nur noch nicht gebaut wurden.

Die Strecke führt uns in eine sehr abgelegene Provinz Thailands. In der zwar die Straße gut ist, jedoch die Einwohner der Dörfern nur selten ein Privatfahrzeug zu Gesicht bekommen. Oft wurde auch überhaupt nicht mit einem Fahrzeug auf der Straße gerechnet. So lagen einige Hunde auf der Straße und hielten ihre Siesta ab. Kühe, Schaafe, Hühner und Kühe mit eigenartigen, langen Hörnern machten sich wenig Sorge um den Straßenverkehr und liefen, wie sie gerade Lust haben die Straßen auf und ab. Was mich richtig berührt hat war die erschreckende Armut in diesen Dörfern. heruntergekommende Baracken von Holzhütte reihten sich entlang der kurvenreichen Straßen eines Dorfes den Berg hinauf. Männer und Frauen, die sich in einem braunen Bach wuschen und zu Gleich das Essen zubereiteten. Kinder, wenn sie nicht auf den anliegenden Feldern arbeiten mussten ritten zur Beschäftigung oder zur Arbeit auf Kühnen die Straße entlang. Diese Augenblicke haben mich richtig mitgenommen. Neben den touristischen Süden ist hier die andere Seite von Thailand sichtbar. Trotzdem glaube ich das die Menschen auf dem Land ein besseres Leben haben als ihr Landsleute in den Slams der Megacity Bangkok.

 

Advertisements